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Hörspiel oder Hörbuch – (k)ein Thema bei Mastodon? Special zum Digital Independence Day

Twitter heißt X, sonst ändert sich nix? Leider Nein! Als Elon Musk im Oktober 2022 die Social-Media-Plattform übernahm, war schnell klar, dass damit die Stimmung endgültig kippt. Doch wohin ausweichen? Ende des Monats stand mit https://literatur.social/@der_hoerold mein Mastodon-Account. Über drei Jahre später sind dort aber leider die aktiven Fans von den Themen Hörspiel und Hörbuch noch immer überschaubar – wie (m)eine kleine, aber wachsende Bestandsaufnahme zeigt. Zeit und ein Versuch, das zum heutigen Digital Independence Day zu ändern!

Ein Sticker mit dem Logo von Mastodon an einer Straßenlaterne, daneben ein Display mit dem Account von mir bei Mastodon
Wen ihr euch fragt, was Mastodon überhaupt ist, hilft vielleicht dieses Zitat vom DI.DAY aus dem Wechselzezept zu Mastodon weiter. Es ist ein „…Verbund aus vielen kleinen Netzwerken („dezentral“), meist werbefrei und in der Hand der Nutzer*innen. Es gibt keinen Algorithmus, der Dich wütend machen will – Du siehst, was Deine Freunde posten, chronologisch und entspannt.“

Ich folge unter anderem diesen acht Accounts (hier in alphabetischer Reihenfolge von A bis Z) von:

Ist da nicht vielleicht auch was für euch dabei? Da ja jetzt an jedem ersten Sonntag im Monat der Digital Independence Day (DID) / Digitaler Unabhängigkeits-Tag (DUD) stattfindet, ist das doch vielleicht hilfreich zu wissen, wer euch da erwartet.

Worum geht es beim Digital Independence Day?

Falls ihr euch fragt, was beim DID / DUT kritisiert wird, noch ein offizielles Zitat aus dessen FAQ hier: „Mit ihrer (Quasi-)Monopolstellung bestimmen Unternehmen wie X, Meta, Microsoft, Amazon, Apple, Spotify, ByteDance (TikTok) […] weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln.“ 

„Abhängigkeit macht verletzlich“, heißt es weiter. „Technische Ausfälle, politische Entscheidungen oder wirtschaftliche Interessen können ganze Bereiche lahmlegen.“

Digitale Unabhängigkeit heißt deshalb: „Mehr Selbstbestimmung, mehr Transparenz, mehr Resilienz und mehr Verantwortung. Sie stärkt Individuen, schützt die Vielfalt unserer Gesellschaft und sorgt dafür, dass Technologie uns dient – und nicht umgekehrt.“

Der DID ist keine Pflicht, sondern eine Freude. Und der nächste DID kommt bestimmt – nämlich immer am ersten Sonntag im Monat!

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