Vorwort: Wenn das Ohrwurm-Gefühl zur Nervennahrung wird Es gibt diese seltenen Momente im Leben eines Hörbuch-Enthusiasten wie Gastautor ZeroDot1, in denen man eine Geschichte startet und schon nach den ersten Minuten merkt: Dieses Hörbuch wird mich die nächsten Tage nicht mehr loslassen. Genau so erging es mir mit Alex Sols Thriller "Vor aller Augen". Ich habe mir die Kopfhörer aufgesetzt, die Wiedergabe gestartet und ehe ich mich versah, bin ich vollkommen in die düstere Unterwelt der französischen Hauptstadt abgetaucht. Mit einer stattlichen Spieldauer von über zwanzig Stunden ist das Hörbuch aus dem Winterfeld Verlag ein echtes Schwergewicht. Wer hier jedoch zähe Passagen oder künstlich gestreckte Handlungsstränge befürchtet, wird schnell eines Besseren belehrt. Alex Sol gelingt das Kunststück, eine permanente Grundspannung aufzubauen, die einen förmlich dazu zwingt, immer noch ein Kapitel weiterzuhören – sei es beim Pendeln, beim Spaziergang oder spät abends im Dunkeln. ...
Wer wie Gastautor ZeroDot1 mit dem sanften Rauschen von Hörspielkassetten aufgewachsen ist und das Klicken der gelben oder schwarzen Gehäuse unter der Bettdecke noch im Ohr hat, blickt auf jede neue Folge der drei Detektive aus Rocky Beach mit einer Mischung aus tiefer Verbundenheit und geschultem Fan-Blick. Seit dem Verkaufsstart der ersten Geschichten Ende der 1970er-Jahre begleitet die Serie Generationen von Hörern. Mit dem Erscheinen von Folge 240 unter dem Titel „Die drei ??? und die schwarze Rose“ beweist die Reihe erneut ihre erstaunliche Langlebigkeit. Pünktlich zum Release-Tag hieß es für mich: Kopfhörer auf, den Stream gestartet und abgetaucht in ein neues Abenteuer. Wie schlägt sich der Fall im Vergleich zu den alten Klassikern? Bietet die Geschichte echte Rocky-Beach-Atmosphäre? Hier ist meine spoilerfreie Einschätzung als Langzeithörer. Hinter den Kulissen: Die Schöpfer der schwarzen Rose Für die Buchvorlage zeichnet sich der langjährige Autor Ben Nevis verantwortlich, des...