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Die schwarze Sonne – Die ersten zwei Folgen von Regisseur Günter Merlau in einer Doppelrezension

2006 schrieb ich ein paar Kritiken zum Start der schwarz-romantischen Hörspiel-Serie 'Die schwarze Sonne' fürs unclesally*s, die allerdings gemeinsam mit diesem das Zeitliche segneten und wohl nur schwer – wenn überhaupt – noch auffindbar sind. Also warum nicht zurück in die Vergangenheit, um in die Zukunft zu starten? Schließlich geht es ja laut Untertitel um „Das dunkle Geheimnis der Zeit“!

Die CDs von Folge 1 und 2 liegen auf dem unclesally*s-Heft mit einer Kritik zum zweiten Hörspiel
Fast 20 Jahre ist es nun schon her, dass die Fantasy-Sci-Fi-Mystery-Historien-Crossover-oder-so-Hörspielserie ihren Anfang nahm. Für Neulinge können die alten, mit sowohl Kürzungen als auch Ergänzungen leicht überarbeiteten Texte nun vielleicht den (Wieder-)Einstieg erleichtern.

1 – Das Schloss der Schlange

Für die allererste Folge hat deren Autor und Produzent Günter Merlau von 'Lausch' sich nach eigenen Angaben „außerordentlich frei“ bei der Horrorgeschichte 'Das Schloss der Schlange' von 'Dracula'-Erfinder Bram Stoker bedient.

Auch im Original kehrt der junge Abenteurer Adam Salton (gesprochen von Christian Stark, der 1989 als Rüdiger in der Hörspielfassung von 'Der kleine Vampir' bekannt wurde) 1885 nach England zurück. Eingeladen wurde er dazu von seinem Onkel Richard (gesprochen von Achim Schülke).

Dort angekommen, wird er aber sogleich mit unheimlichen Todesfällen konfrontiert. An deren schleunige Aufklärung macht sich Adam gemeinsam mit Nathaniel de Salis (gesprochen von Harald Halgardt).

Allerdings hält die Auflösung des geheimnisvollen Rätsels rund um das titelgebende Schloss der Schlange für Adam und den deutlich älteren Geschichtsgelehrten kein so erfreuliches Happy End wie im Original bereit ...

Als kleine Exkusion sei hier noch darauf hingewiesen, dass 2009 als 'Gruselkabinett'-Folge 35 die Geschichte unter dem Titel 'Das Schloss des weißen Lindwurms' vertont wurde. Hier gibt es meinen Artikel zu diesem und weiteren Werken von Bram Stoker (öffnet in neuem Fenster!).

2 – Das böse Erwachen

Ein Jahr nach den dramatischen Ereignissen im englischen Derbyshire rund um Nedrig Wind, dem Landsitz von Edgar Caswell (gesprochen von Michael Prelle), ist Adam Salton immer noch völlig apathisch.

Sein neuer Freund Nathaniel versucht deshalb, ihn durch den Besuch bei seinem Kollegen Jules Verne (gesprochen von Konrad Halver) auf andere Gedanken zu bringen. Doch stattdessen wird alles noch schlimmer.

Bei einem Attentat auf Verne wird Adam getroffen. Während er im fiebrigen Koma von seiner Kindheit in Australien träumt, gesteht Verne, dass er geheimes Wissen in einem Buch verarbeitet hat.

Also bricht Nathaniel zu Vernes Verleger auf, um das Skript und ein mysteriöses Artefakt zurückzuholen, hinter dem auch Arabella March (gesprochen von Reinhilt Schneider) her ist. Und hinter diesem Namen verbirgt sich die „Blutgräfin“ Elisabeth Báthory...

Während die erste Folge in sich geschlossen wirkte, entwickelt sich diese Fortsetzung nun zum Auftakt eines Epos, hinter dem mehr als eine klassische Gruselgeschichte steckt.

Folglich waren die nächsten Teile nicht mehr unabhängig von einander verständlich. Aber dafür wurde hier der Grundstein für einen Epos gelegt, der sich nach einer langjährigen Pause inzwischen auf 30 Folgen erstreckt – wenn am 10. Oktober 2025 'Thoth' veröffentlicht wird!

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