Stefan M. Bürkners Krimi-Hörspiel 'Gestern war die Welt noch schlecht' ist ein Hörerlebnis der Extreme, möchte Gastautor ZeroDot1 hier direkt besonders betonen. Während das Werk in seiner inhaltlichen Auseinandersetzung mit Selbstjustiz, digitaler Wut und eskalierender Gewalt zutiefst kritisch, schmerzhaft und beunruhigend ist, brilliert es zugleich auf technischer und darstellerischer Ebene. Vorwort und wichtiger Hinweis zur Rezeption Dieses Hörspiel kann aufgrund seiner Machart für einige Menschen re-traumatisierend wirken, da die Geräuschkulisse und die Inszenierung eine verstörende, realitätsnahe Dichte aufweisen. Es ist daher absolut nichts für Kinder. Auch oder insbesondere Personen mit psychischen Problemen sollten das Hören vermeiden. Es ist ein beunruhigendes Werk, das die Grenzen des Zumutbaren auslotet. Telefonseelsorge Anonyme Beratung rund um die Uhr bei allen Krisen und Sorgen. 0800 111 0 111 (kostenfrei) Opfer-Telefon WEISSER RING Unterstützung für Kriminalitätso...
Die Langlebigkeit der TKKG-Reihe ist ein Phänomen, dessen kontinuierlicher Erfolg uns als Hörspielveteranen immer wieder fasziniert. Entgegen dem Eindruck, die Serie hätte sich zurückgezogen, war sie konstant präsent. wagt sich aber mit der 237. Folge in ein Terrain vor, das eine neue Stufe der Zeitgenossenschaft markiert, stellt Gastautor ZeroDot1 hier mit diesem Beitrag fest. Mit 'K.I. Kriminelle Illusion' verlassen wir die klassischen Ganoven und tauchen tief in den hochkomplexen Sumpf der digitalen Täuschung ein. Die künstliche Intelligenz ist nun auch im Internat angekommen. Von KI-generierten Referaten, die die akademische Redlichkeit untergraben, über subtilen Diebstahl bis hin zu Handlungen, die rohe Gewalt suggerieren: Der Fall ist dramaturgisch vielschichtig und fordert von Tim, Karl, Gaby und Klößchen einen vollen Einsatz ihres analogen Spürsinns. Aus meiner Sicht beweist diese Folge (VÖ: Juni 2025) eindrucksvoll, die auf dem Buch von Martin Hofstetter nach Motiven...